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Die Mondin – der Mond – das Licht am Himmel

Dann fangen wir doch mal mit dem Einfachsten an, dem Neumond. Oder dem Mond an sich. Oder, um zu mir zurückzukommen, die Mondin. (Wenn Dich meine Verweiblichung unseres Nachthimmel-Lichts verstört, hmm, für mich ist es weiblich, vielleicht verstehst Du gleich, warum).

Die Mondin war schon immer ein spannendes Thema in den Mythologien und Mythen. Mit ihren drei Phasen, zunehmend – voll – abnehmend, steht sie für vieles, und nicht nur ins Christentum ist diese Parallele gerutscht, zum Beispiel mit Vater, Sohn, Heiliger Geist.

Drei Phasen

So steht die zunehmende Mondsichel unter Anderem für die Jungfrau, Beginn, Unschuld (Google liefert mit Sicherheit noch Unmengen mehr). Ihre Farbe ist Weiß. Wie ein leeres Blatt Papier. Alles ist möglich. Die volle Mondin, ihre Farbe ist Rot, symbolisiert die Mutter, Fruchtbarkeit, Leben, auch Erfahrung und Macht.

Neumondin

Und schließlich die abnehmende Mondin, oder die Neumondin, in schwarz. Die alte Weise, die ihr Wissen weitergibt, die beobachtet statt aktiv einzugreifen, die sich zurückzieht. Oberflächliches interessiert sie nicht mehr, die Zeit, die ihr bleibt, möchte sie mit Sinn verbringen, in die Tiefe gehen. Sie steht auch für Tod, aber nicht der alles beendende Tod, sondern Tod als Möglichkeit für einen Neubeginn. So wie im Herbst die Natur allmählich zu sterben scheint, um nach einer Ruhephase im Winter wieder neu geboren zu werden.

Die Leere am Himmel und Du

Lass doch einfach mal auf Dich wirken, was die Gedanken an die Neumondin in Dir auslösen, wenn Du die wenigen Informationen von eben auf Dich wirken lässt….. Ich bin im Herbst immer auf zwei Gleisen unterwegs, einmal ist in mir immer eine Unruhe, die eine Änderung ankündigt, ohne dass ich weiß, um was es überhaupt geht. Ob sie mich betrifft oder mein Umfeld. Auf der anderen Seite gehöre ich auch zu denen, die sich gerne mit einer Tasse Tee auf die Couch unter eine kuschelige Decke zurückziehen, um Serien im Marathon anzuschauen oder Bücher zu verschlingen. Oder auch nur zu schlafen.

Im Zusammenhang mit der Mondphase macht für mich beides Sinn: Sonne und Mondin stehen sich direkt am Himmel gegenüber, männlich und weiblich, eine Vereinigung beider Prinzipen geben Möglichkeiten für Neubeginn, Geburt. Veränderung. Und gleichzeitig ist es eine Zeit, in der sich alles zurückzieht. Vor Ewigkeiten, als tatsächlich noch alle Frauen (die, für die die rote Mondin steht) gleichzeitig menstruiert haben, war das zur Zeit der Neumondin, und die Frauen haben sich zurückgezogen, um diese Zeit zu nutzen. Nicht zur Arbeit, sondern für sich. Schade, dass das heute kaum möglich ist. Ich würde es mir manches Mal wünschen.

Wie ich diese Zeit nutze

Die Zeit der Neumondin ist also auch eine Zeit der Introspektive, der Innenschau. Und dazu nutze ich gerne mein Artjournal. Oder eins davon, ich hab da mehrere zur Auswahl (ja, Junkie und so). Dafür macht es dann Sinn, sich Zeit und Raum für sich selbst zu nehmen, und aufzuschreiben, was in den Sinn kommt, ohne Ziel und Absicht, aber immer die Qualität und Energie der Zeit im Hinterkopf. Das muss gar nicht in ein wertvolles Tagebuch, dazu genügt ein einfaches Notitzblatt oder ein Heft. Oder das Artjournal. Ich zünde mir vorher eine Kerze an, hole mir Tee, oder auch ein Glas Wein, das was mir gerade gut tut, und zünde ein bisschen Räucherwerk an oder die Duftlampe mit einem feinen ätherischen Öl. Dann schreibe ich einfach drauf los, blicke in den leeren Himmel, und schau, was diese Leere in mir macht, was dieser Leere gewichen ist und was diesen Raum nun einnehmen könnte.

Die nächste Neumondin wird laut meinem Kalender am 28. Oktober sein. Wenn ich Dich inspiriert habe, die Zeit zu nutzen, wie auch immer, dann schreib mir doch ein paar Worte als Kommentar 🙂

Und wenn Du gespannt bist, was ich für die Neumondin geplant habe, dann schau einfach wieder hier rein, oder noch einfacher, melde Dich für meine Inspirations-Zauberworte an, und Du bekommst direkt in Dein Postfach eine Nachricht, vielleicht sogar mit einem Extra an Inspiration für Dich, mal sehen, was die Muse mir schenkt.

Ich möchte noch einen Mini-Disclaimer anbringen: meine Gedanken sind keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern das, was sich in den letzten Jahren als für mich richtig anfühlend gesammelt hat.

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